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"Er
zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen."
(Psalm 147,4)
An einem Sommerabend stand ich am Ufer eines Bergsees. Es war schon
dunkel. Meine Augen schauten hinauf zum Himmel. Was da vom samtschwarzen
Firmament herabfunkelte, stimmte mich andächtig. Während
ich der Größe des Schöpfungswunders nachsann, wurde
mir bewußt, wie winzig der Mensch ist. Und gerade um ihn sollte
sich der Schöpfer der unzählbaren Welten kümmern?
Der gleiche Gedanke hat schon viele bewegt. Deshalb ersannen sich
die Weisen des Altertums ein göttliches Geistwesen, das fernab
von der Erde den Weltenraum durchschwebte. Der lebendige Gott aber
sagt von sich selbst: "So viel der Himmel höher ist als
die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine
Gedanken als eure Gedanken."
Du unscheinbarer Mensch wirst irre an der Weite des gestirnten Himmels
und vergisst im Augenblick, dass der gleiche Schöpfer auch
das Atom schuf mit so winzigen Teilchen, dass deine Phantasie nicht
ausreicht, sie dir vorzustellen. Der Schöpfergott ist so groß,
daß er das ganze Weltall füllt - und so klein, daß
er Platz in deinem Herzen findet! Aus Liebe zu uns verließ
er den Himmel, so wie ein guter Hirte 99 Schafe verlässt, um
einem verlorenen nachzugehen. Gott sucht die eine gefallene Welt
unter den Milliarden von Welten, die nicht gefallen sind. Er tut
das, weil in dieser kleinen Welt der Kampf zwischen Christus und
Satan ausgetragen wird. Die fest auf Jesu Seite stehen, werden einst
für immer bei ihm sein dürfen. Ihnen wird der Herr alle
Wunderwerke seiner Schöpfung zeigen und erklären - und
auch die Sterne alle mit Namen nennen.
Ch. Simon
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